Der Diskurs um Menstruation in der Berliner Klinischen Wochenschrift

Ein Beitrag von Vanessa Walter, Sasi Poopalasingam, Anna-Lea Krampe und Eva Gruse

Einleitung

Die Debatte um die Kosten von Produkten für Menstruationshygiene findet sich in regelmäßigen Abständen in den Diskursen unserer zeitgenössischen Öffentlichkeit wieder und mit ihr die verschiedenen Assoziationen, die mit dem gesellschaftlichen Tabuthema verbunden sind. 

In medizinischen Diskursen sind die Menstruation und Menstruationshygiene fester Bestandteil der Gynäkologie. Dieser Ausgangspunkt hat in Bezug auf unsere Gruppenarbeit im Seminar ursprünglich die Frage nach den historischen Entwicklungen des medizinischen Diskurses um Menstruationshygiene und die damit verbundenen Assoziationen bei Menstruation aufgeworfen. Um dieser Fragestellung nachzugehen, wurde das Corpus der Berliner Klinischen Wochenschrift (BKW) zunächst explorativ auf Begriffe untersucht, die darüber eventuell Aufschluss geben könnten. Dabei hat sich gezeigt, dass Menstruationshygiene nicht thematisiert wird. Allerdings ist uns bei der Analyse aufgefallen, dass es durchaus Auseinandersetzungen mit Menstruationsstörungen und deren Behandlung gibt, sodass die Fragestellung dahingehend angepasst wurde. Um unsere weitere Beschäftigung vom Diskurs über die Hysterie und den Zyklus gut abgrenzen zu können, liegt der im Folgenden weiter verfolgte Schwerpunkt ausschließlich auf körperlichen Menstruationsstörungen und deren Behandlung.

Für unsere Analyse wird die These aufgestellt, dass dem Diskurs ein bestimmtes gesellschaftliches Bild vom weiblichen Körper zugrunde liegt. Dieser Körper ist als Maschine konzipiert, die durch medizinische Maßnahmen funktionstüchtig gehalten werden muss. Zudem nehmen wir an, dass spezifische Formen der Körperkontrolle bei weiblichen Gesundheitsproblemen wie Menstruationsstörungen zu erwarten sind, da durch die Tatsache, dass der medizinische Diskurs, den die Berliner Klinische Wochenschrift abbildet, von männlichen Vertretern der Medizin geführt wird. Das Patriarchat und die Kontrolle des kranken Körpers durch medizinisches Fachpersonal fallen demgemäß zusammen.

Der Untersuchungszeitraum wird auf 1890–1921 festgelegt, weil sich in den Ausgaben bis 1890 zu dem Thema sehr wenig findet.

Als Suchbegriffe wurden amenorrh*, krieg*, kriegsamenorrhoe, *menorrhoe, menstru*, dysmenorrhoe, menorrhagie, menstruationsbeschwerden und menstruationsgif verwendet.

Der Artikel verwendet den Begriff Frauen für alle Menschen, die menstruieren, da er so im Quellenmaterial verwendet wird.

Die Untersuchung soll zunächst ein Bild über den medizinischen Diskurs über körperliche Menstruationsstörungen geben. In einem weiteren Schritt werden die Kriegsjahre im Hinblick auf medizinische Auffälligkeiten untersucht. Der darauffolgende Teil befasst sich mit der eingangs formulierten These, dass dem medizinischen Diskurs die Idee des Körpers als Maschine zugrunde liegt und es die Aufgabe der Medizin ist, ihn funktionsfähig zu halten. Der letzte Abschnitt ordnet die Ergebnisse unserer Untersuchung in den zeitgenössisch-gesellschaftlichen Kontext ein.

Menstruationsbeschwerden & Behandlungsmethoden (1890-1921)

Die Schilderungen in der BKW konzentrieren sich in den 1890er und 1900er Jahren auf Unterleibsbeschwerden und deren symptomatische Behandlung. Weitere Symptome im Zusammenhang mit der Menstruation erstrecken sich auf die Bereiche der Harnwege, den Magen, Hautaffektionen und die Nase.[1]Vgl. W. Lublinski, Zur Erkrankung des Kehlkopfs bei Influenza, in: Berliner Klinische Wochenschrift 38, 17 (1901), S. 455. Ein Zusammenhang zwischen Menstruation, Herpes und Bleichsucht wird in mehreren Ausgaben der BKW aufgegriffen. Der Diskurs um Unterleibsbeschwerden konzentriert sich vor allem auf die Behandlung von Dysmenorrhoe. Dies zeigt sich deutlich im Vergleich zu anderen Menstruationsstörungen, wie in der folgenden Graphik deutlich wird. 

Graphik 1

Lediglich die Menorrhagie wird in einigen Fällen gemeinsam mit der Dysmenorrhoe genannt und versucht, zu behandeln. Dabei geht es weniger um die Suche nach Ursachen der Störung, sondern vielmehr um die Behandlung der Beschwerden. Dies wird in Graphik 2 deutlich, welche die häufigsten Worte im Zusammenhang mit unseren Suchbegriffen visualisiert.

Graphik 2
Graphik 3 – Übersicht zu Behandlungsformen von Menstruation, Amenorrhoe, Dysmenorrhoe und Menorrhagie

Für Amenorrhoe scheint es erst im 20. Jahrhundert Therapiemöglichkeiten zu geben, die diskutiert wurden (Vgl. Graphik 3). Dass der Begriff Amenorrhoe auch für Mädchen genutzt wird, die noch nicht menstruiert haben, könnte dafür eine mögliche Begründung sein.[2]Vgl. Wilhelm Heerlein, Über die Wirkung der Sanguinapillen bei Clorose und verschiedenartigen Anämien, in: Claus Posner (Hrsg.), Berliner Klinische Wochenschrift. Organ für praktische Ärzte … Continue reading Weiterhin könnte sie als weniger problematisch wahrgenommen worden sein, da mit ihr weniger Schmerzen und negative Einflüsse verbunden sind. Zudem erfolgte bei ‚Frauenleiden‘ die Linderung der Beschwerden allgemein nicht zwangsläufig durch Diagnosen von Ärzten, sondern von Frauen aus dem eigenen Umfeld.[3]Vgl. Gudrun Wegner, Bluttabu. Tabuisierung des Lebens. Eine historisch-anthropologische Untersuchung zum Umgang mit dem Weiblichen von den griechischen Mythen bis zum … Continue reading Die Ansätze der männlichen Ärzte zum Umgang mit menstrualen Schmerzen lassen sich als medikamentöse, entspannende, technische und hydro-therapeutische Behandlungen klassifizieren. Zusätzlich wurden auch chirurgische Eingriffe durchgeführt, um Menstruationsbeschwerden zu lindern, die auf Veränderungen des Uterus und insbesondere der Ovarien beruhten.[4]Vgl.  G. Goldschneider, Über eine Methode zur Funktionsprüfung des Pankreas, in: Berliner Klinische Wochenschrift 49, 17 (1912), S. 813. Am häufigsten kommen medikamentöse Behandlungsansätze vor. So werden diverse Medikamente vorgeschlagen, die sowohl die Menstruationsbeschwerden als auch viele andere Erkrankungen und Symptome lindern sollen. Dabei wird in der BKW zwischen primären und sekundären Uterusblutungen differenziert, wobei die Menstruation zu den letzteren zählt. Die Heilmethoden wurden jedoch für die Behandlung von beiden Formen genutzt.[5]Vgl. Berliner medizinische Gesellschaft, Sitzung vom 11. März 1891, in: Berliner Klinische Wochenschrift 28, 13 (1891), S.338-339, hier S. 338.

Zu den medikamentösen Behandlungen gehören Tinkturen aus Secale cornutum, dem Mutterkorn des Roggens. Auch Hydrastinin wurde durch Extraktion aus Pflanzen gewonnen und war eines der neusten Medikamente in den 1890er Jahren.[6] Vgl. Heinz Breslau, Praktische Notizen, in: Berliner Klinische Wochenschrift 28, 26 (1891), S.663-664, hier S. 663 u. Karl Abel, Hydrastinin bei Uterusblutungen, in: Berliner Klinische … Continue reading Weiter wurde Cocain verwendet, um durch die „[…] Cocainisierung der Genitalstelle […]“ eine „Verätzung“ zu erreichen, die erneute dysmenorrhoische Beschwerden verhinderte.[7]Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie zu Berlin, Sitzung vom 11. December 1896, in: Berliner Klinische Wochenschrift 34, 9 (1897), S. 192. Zudem wurde Virburnum prunifolium verwendet.[8]Vgl. Joseph Landeskirche, Über Vibrunum prunifolium, in: Berliner Klinische Wochenschrift 29, 14 (1892), S.344. Salicylsäure und Salipyrin, das Salz der Salicylsäure, wurden zur Behandlung eingesetzt, da diesen eine blutstillende Wirkung nachgesagt wird. Dieses Medikament soll nicht nur gegen Menstruationsbeschwerden helfen, sondern auch gegen Influenza, katarrhalische Erkrankungen, Erkältungen und Schnupfen, Neuralgien, rheumatische Leiden, akuten und chronischen Gelenkrheumatismus.[9]Vgl. O. Binz, Üeber die Wirkung von Salicylsäure auf die Gebärmutter, in: Berliner Klinische Wochenschrift 30, 41 (1893), S.985-987, hier S. 985. u. E. G. Orthmann, Salipyrin bei … Continue readingZusätzlich wurden Ergotin und Ergotinol als blutungsstillende Medikamente eingesetzt. Pyramidon galt als das zuverlässigste Antipyreticum und Antineuralgicum zur Bekämpfung verschiedener Krankheitsbilder.[10]Abel, Ergotinol (Vosswinckel) als Ersatz für Ergotin, in: Berliner Klinische Wochenschrift 34, 8 (1897), S. 161. u. J. Bendersky-KiewIn, Ueber die primäre Mikrogastrie. Klinik des kleinen … Continue reading

Neu ist die Behandlung von Menstruationsbeschwerden mit elektrochemisch hergestellten Eisenpräparaten, die man auch in der Behandlung von Bleichsucht und Blutarmut verwendete.[11]Vgl. Staniek Latzel, Ueber Organstörungen bei Tänienträgern, in: Berliner Klinische Wochenschrift 46,  31 (1909), S. 586. In der 1910 erschienenen Ausgabe wird zur Behandlung von Amenorrhoe und Dysmenorrhoe auf die „römische Kamille“ verwiesen, deren Verwendung jedoch abgelehnt wurde, da sie abortierende Wirkung haben kann.[12] Vgl. C. Bachen, Neuere Arzneimittel, Geheimmittel und Spezialitäten, in: Berliner Klinische Wochenschrift 47, 5 (1910), S.223-226, hier S. 224.

Zu den entspannenden Therapieformen gehören vor allem die Heilgymnastik und die Massagen nach Thure Brandt. Beide konzentrieren sich auf Uterusbeschwerden, insbesondere die Dysmenorrhoe, der Menstruierenden. Die heilgymnastische Bewegung sah vor, dass die Patientin „[…] besonders derjenigen Bewegungen [ausführt], die das Blut vom Becken ableiten, seltener derjenigen, die das Blut zum Becken zuführen“.[13]Eugen Arendt, Die Behandlung der Frauenkrankheiten nach Thure Brandt, in: Berliner Klinische Wochenschrift 27, 1 (1890), S.11-14, hier S. 12. Während Bewegung allgemein als die Unterleibs- und Menstruationsbeschwerden lindernd galt, wird erwähnt, dass geistige Anstrengung keinen Einfluss auf die Beschwerden hat.[14]Vgl. M. Jastram, Ueber die Einwirkung von Jod auf die Ovarien in: Berliner Klinische Wochenschrift 58,  80 (1921), S. 567. Die Massagen nach Brandt liefen wie folgt ab: „Der eingeführte Zeigefinger liegt fest auf dem Damm, das centrale Ende rührt sich nicht, auch der periphere Theil darf nie eine massirende Bewegung machen; die Massage wird von der Bauchdecke liegenden Hand ausgeführt, nachdem dieselbe unter schmerzlos ausgeführten Zirkelreibungen […].“[15]Eugen Arendt, Über den Werth der gynäkologischen Massage, in: Berliner Klinische Wochenschrift 28, 27 (1891), S. 675-677, hier S. 675. Der Vorteil sei, dass die Massagen und die Heilgymnastik gegenüber den technisch-invasiven Eingriffen nicht mit Scham besetzt seien.[16]Vgl. ebd.

Weiter wurden Hydrotherapieformen eingesetzt. Die Vaporisation und Atmokausis wurden wegen ihrer blutstillenden Wirkung sowohl für uterine Blutungen als auch für die Behandlung von Dysmenorrhoe und Menorrhagien verwendet.[17]Vgl. Snéguriow, Über Vaporisation, in: Berliner Klinische Wochenschrift 34, 39 (1897), S. 858, hier S.585 u. Pincus, Das Ergebnis der Atmokausis und Zestokausis in der Gynäkologie, mit … Continue reading Es wurden sowohl kalte als auch warme Formen der Hydrotherapie empfohlen, die schon von frühem Alter an in den Alltag integriert werden sollten. Neben der Schmerzlinderung forcierte diese Therapie eine Reinigung.[18]Vgl. Sellheim, Hugo, Hygiene und Diätetik der Frau, in: W. Stoeckel: Das Gynäkologie-Handbuch, München 1926, S.38 u. Keller, Die Menstruation und ihre Bedeutung für die Curproceduren, in: … Continue reading

Zu den technischen Methoden gehörten in den 1890er Jahren die Cervixweitung mithilfe von Dilatatoren, der Einsatz von Strom im Rahmen der Franklinisation und die galvano-thermische Behandlung. Die Cervixweitungen mithilfe der Dilatatoren wurden eingesetzt, da die Verengung des Gebärmutterhalses als Ursache für die Dysmenorrhoe vermutet wurde.[19] Vgl. Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologien, in: Berliner Klinische Wochenschrift 27, 34 (1890), S.783. Bei der Franklinisation wurden die Menstruationsschmerzen mithilfe „[…] der statischen Elektricität […]“ behandelt.[20]Vgl. L. F., Einfluss der Franklinisation auf die Menstruation, in: Berliner Klinische Wochenschrift 33, 11 (1896), S.316. Bei der galvano-thermischen Behandlung von Amenorrhoe und Dysmenorrhoe wird die Uterusschleimhaut mithilfe von Gleichstrom behandelt.[21]Vgl. Schützling, Die Galvano-thermische Behandlung der Uterusschleimhaut, in: Berliner Klinische Wochenschrift 36, 42 (1899), S. 926-927, hier S.926.

Insgesamt wurden hauptsächlich Medikamente zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden, insbesondere der Dysmenorrhoe, eingesetzt. Allerdings wurden die vorgeschlagenen Medikamente oft nicht speziell zur Linderung von Unterleibsschmerzen hergestellt, sondern für andere Leiden. Die positive Auswirkung auf menstruale Beschwerden ist nur zusätzlich. In den 1910er und 1920er Jahren kommt insbesondere die Behandlung von Menstruationsstörungen mit Röntgenstrahlen als Thema hinzu.[22] Vgl. Manfred Fränkel, Ueber die Einwirkung der Röntgenstrahlen auf die Agglutinine, in: Berliner Klinische Wochenschrift 34, 39 (1913), S. 1299.

„Kriegsamenorrhoe“ im 1. Weltkrieg

Im Verlauf des ersten Weltkrieges wurde ein Anstieg von Amenorrhoe dokumentiert. Frauen suchten verstärkt einen Arzt aufgrund des Ausbleibens ihrer Menstruation auf. Die hauptsächliche Motivation des Arztbesuches lag in dem Abklären einer Schwangerschaft. Dieses Phänomen wurde während der sich zuspitzenden Lebensmittelknappheit 1917 besonders präsent und bekam den Namen „Kriegsamenorrhoe“. Betrachtet man das Vorkommen dieses Begriffes in der BKW über den Verlauf von 1914-1920 fällt das starke Aufkommen in den zwei Ausgaben aus 1917 auf. Dabei ist 1917 gleichzeitig das erste Jahr, in dem der Begriff auftaucht (vgl. Graphik 4). 

Graphik 4 – Das Tool „Bubblelines“ visualisiert das Aufkommen der entsprechend farbig markierten Suchbegriffe. Die Verortung der Kugeln auf der Linie korrelieren mit ihrer Stelle im Korpus; die Größe der Kugel korreliert mit der Häufigkeit des entsprechenden Begriffs.

Auch wenn Krieg und damit verbundene medizinische Fragen bereits 1913 wieder mehr thematisiert werden, findet hier noch keine Assoziation der Amenorrhoe mit Krieg statt, ebenso wenig werden Menstruation und Krieg gemeinsam diskutiert. Dies wird in Graphik 5 deutlich, die den Verlauf der Begriffe in den Ausgaben von 1906-1916 visualisiert.

Graphik 5

So einig man sich in dem beobachteten Anstieg war, so ungenau war die Diagnose der „Kriegsamenorrhoe“. Anstelle eindeutiger Kriterien nutzte man das Ausschlussverfahren. Es durften keine physiologischen Ursachen für die Amenorrhoe bestehen, keine Vorerkrankungen, die damit im Zusammenhang stehen könnten, und es musste ein „negativer Tastbefund der Genitalien“ vorhanden sein. Bei den Ursachen herrschte zumindest überwiegend die Einigkeit, „dass die Hauptursache die Unterernährung ist, wie dies auch Dietrich, Grimm und Schweizer annehmen“.[23]Stickel, Über Kriegsamenorrhoe, in: Berliner Klinische Wochenschrift 54, 32 (1917), S.785. Als weitere Ursachen wurden u.a. die veränderte Lebensweise, psychische Erregungen und die erhöhte Arbeitsbelastung bestimmt.[24]Vgl. Schweitzer, Kriegsamenorrhoe, in: Berliner Klinische Wochenschrift 54, 25 (1917), S.611. Einige vermuteten aber auch physiologische Gründe und untersuchten den Uterus, die Eierstöcke und entnahmen Gewebeproben. Auch Erklärungen, die sich auf einen zu hohen Anteil an Mutterkorn im Brot bezogen, fanden Einzug in die Forschungsdebatte.[25]Strassman, in: Berliner Klinische Wochenschrift 55, 13 (1918), S.319 Spannend ist, dass die Patientinnen überwiegend keine Beschwerden aufwiesen und sich nach dem Klären einer möglichen Schwangerschaft nur sehr selten erneut dem Arzt vorstellten.[26]Vgl. Fritz Heimann, Die Behandlung der Amenorrhoe, in: Berliner Klinische Wochenschrift 54, 34 (1917), S.822-826, hier S.824.

Trotzdem entstand eine Diskussion um mögliche Therapiemöglichkeiten, die von besserer Ernährung, Verabreichen von Eisen und Arsen bis zu Injektionen von Ovarialsubstanzen, Verwenden von Thelygan und Eiweißstoffen für die Fruchtbarkeit reichten. Spannend ist, dass die Therapieformen nicht allein die individuelle Ebene, sondern sich auch im weitesten Sinne auf die gesellschaftliche Relevanz der Funktionsfähigkeit des weiblichen Körpers fokussierten. So bestand Unwissen über die Auswirkungen der „Kriegsamenorrhoe“ auf die Fruchtbarkeit und Gebärfähigkeit der Frauen: „Es scheint, dass gerade die sexuell vollwertigsten Frauen von der Schädigung der Geschlechtsorgane am stärksten betroffen sind, […] So hält der Krieg unter den Frauen des Hinterlands eine ähnliche Auslese im negativen Sinne wie unter den Männern an der Front. […] Wohl aber können wir vermuten, dass die Conceptions- und Gebärfähigkeit der amenorrhoischen Frauen schweren Schaden leidet“.[27]Hilferding, Zur Statistik der Amenorrhoe, in: Berliner Klinische Wochenschrift 54, 37 (1917), S.905. Besonders im Kontext der sinkenden Geburtenraten und höheren Sterblichkeit, u.a. durch die Verluste an der Front, wird diese Befürchtung relevant.

Zu dem Verständnis von Ärzten während des Krieges gehörte auch ein Engagement in der „nationalen Sache“, wie sich z.B. im Aufleben bevölkerungsstrategischer Überlegungen zeigte.[28]Vgl. Susanne Michl, Im Dienste des Volkskörpers. Deutsche und französische Ärzte im ersten Weltkrieg, Göttingen 2007, S.279. „Der Gynäkologe ist […] ebenso wie andere Mediziner in den Dienst der Aufstockung und Aufbesserung des Volksbestandes gestellt und sollte notfalls den schädigenden Kriegseinflüssen entgegenwirken“.[29]Ebd., S.174. Im Zuge dessen lag die Aufmerksamkeit der Gynäkologen insbesondere auf der Reproduktionsfähigkeit der Frau. Darüber hinaus wurde die Kriegszeit als Experimentier- und Beobachtungsfeld angesehen.[30]Vgl. Karin Stukenbrock, Der Krieg in der Heimat: „Kriegsamenorrhoe“ im Ersten Weltkrieg, in: Medizinhistorisches Journal 43 (2008), S. 274.9

Im Kontrast zu bereits vorhandenem Wissen zur Amenorrhoe scheint es überraschend, dass die „Kriegsamenorrhoe“, wenn auch nur kurz, zu einem eigenen Forschungsschwerpunkt wurde. Das Etablieren der Krankheit ist aber im Kontext der Mobilmachung für den Krieg zu beurteilen. So „bot [die Kriegsamenorrhoe] ihnen [der Gynäkologie] die Möglichkeit, sich in die aus ihrer Sicht ‚kriegswichtigen Diskussionen‘ um die Auswirkungen des Kriegszustandes auf die Bevölkerung einzuschalten und so ihre Relevanz für die allgemeinen Interessen zu behaupten“.[31]Ebd., S.270. Diese Annahme spiegelt sich im Corpus wider. So besteht im Jahr 1920 zwar eine rege Diskussion zum Thema Amenorrhoe, überwiegend zur Therapie mit Röntgenstrahlen, die „Kriegsamenorrhoe“ findet sich aber nicht wieder, wie in Graphik 6 deutlich wird.

Graphik 6

Der Körper als Maschine

„Die Frau wird in diesem modernen Gesellschaftssystem, das den Körper als funktionierende, in die neuen Produktionsverhältnisse eingespannte Maschine neu geschaffen hat, zum potenziellen Störfall“.[32]Wegner (2001), S. 242.

Die Auswirkungen der Industrialisierung auf die Körperwahrnehmungen zeigen sich im Ausdruck „Der Körper als Maschine“. Dieser zeigt sich mit einem tiefgreifenden gesellschaftlichem Wandel, der sich aus Tendenzen wie Disziplinierung und Verwissenschaftlichung ergibt.[33]Vgl. ebd., S.194 u. Wolfgang Wegner, Frauenheilkunde, in: Werner Gerabek u.a. (Hrsg.), Enzyklopädie der Medizingeschichte, Berlin 2007, S.195. Mit dem Entstehen der modernen Humanwissenschaften im 19. Jahrhundert geht die Durchsetzung des Zwei-Geschlechter-Modells mit der Hierarchisierung von Frau und Mann einher.[34]Vgl. Wegner (2001), S. 200 u. BKW, 1897/2, S. 633. Der Antagonismus weiblich/männlich wird mit dem Gegensatz Natur/Kultur in Verbindung gesetzt und der Körper als Teil der Natur weiblich codiert.[35]Vgl. Wegner (2001), S. 196ff.

Das Erfassen des Körpers als Maschine betrifft daher in erster Linie weibliche Körper, insbesondere in der Wahrnehmung von Frauen als Gebärmaschinen.[36]Vgl. Hugo Sellheim u.a., Hygiene und Diätetik der Frau, in: Handbuch der Gynäkologie, München 1926, S. 1 – 354, S.37ff. Zudem berufen sich die Humanwissenschaften auf „[d]as moderne Körperkonzept […] des Leichnams“.[37]Wegner (2007), S. 195. Daraus folgt der Drang nach Verbesserung, denn „[d]em Menschen wird in der Moderne immer schon der Mangel vorausgesetzt“.[38] Wegner (2001), S. 199. Verbesserung meint Kontrolle und die Kontrolle des Körpers spiegelt sich in verschiedenen Facetten des Medizindiskurses der BKW wider – dazu gehört auch die Kontrolle der Menstruation. Sie ergibt sich primär durch „[d]ie […] Deutung der Menstruation als ein störungsanfälliges, aber für die Erhaltung der weiblichen Gesundheit notwendiges Geschehen […]“ im 18. Jahrhundert.[39]Vgl. M. Stohlberg, Menstruation, in: Gerabek (2007), S. 972. Diese Deutung wird durch die moderne Fixierung des „[…] weibliche[n] Geschlecht[s] auf den Uterus und die Funktion der Reproduktion [beeinflusst]“.[40]Wegner (2001), S. 214f. Dabei wird nicht nur der Uterus allgemein, sondern insbesondere die Menstruation als „wartungsbedürftig“ angesehen.[41]Vgl. ebd., S. 248 Ein weiterer Einflussfaktor ist die Verdrängung weiblicher Hebammen durch männliche Ärzte.[42]Vgl. ebd., S. 205

Dass mit der Kontrolle des weiblichen Körpers durch Männer Erniedrigung und Demütigung einhergeht, zeigt sich in den Entwicklungen der modernen Gynäkologie u.a. durch medizinische Eingriffe wie Uterusexstirpationen, Gebärmutterentfernungen und Ovarialtransplantationen sowie anhand der Entwicklungen des transversalen und des vaginalen Kaiserschnitts.[43]Vgl. ebd., S. 253. Weitere Erfindungen wie die Uterussonde, das Spekulum und Dilatatoren ermöglichen „[…] invasive Technik[en] zur Wartung und Observation der weiblichen Reproduktionsorgane […]“.[44]Ebd., S. 246f. Diese werden auch in der BKW thematisiert und teilweise im Rahmen der Geburtshilfe als eine Kontrolle des Frauenkörpers kritisiert.[45]Vgl. Kritiken und Referate. Geburtshilfe und Gynäkologie, in: Berliner Klinische Wochenschrift 32, 1 (1895), S.18-20, hier S. 19.

Wechselwirkungen: Entwicklungen in der Medizin & Rolle der Frau in der Gesellschaft

Parallel zur Etablierung des biologisch begründeten binären Geschlechtersystems und dem Bild des Körpers als Maschine, lässt sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein spezifisch deutscher Nationalgedanke feststellen, der das Selbstverständnis der deutschen Bevölkerung und das Deutsche Reich nachhaltig prägen. Sie konstruiert einen vermeintlich einheitlichen „Volkskörper“ durch Exklusionsmechanismen des Antisemitismus, Antikommunismus und einer stark anti-französischen Haltung. Charakteristisch sind die Idee soldatischer Männlichkeit, die Aufopferung für den „Volkskörper“ und die Erhöhung desselben durch die Abwertung der bereits genannten out-groups. Die Ausprägung dieser Haltungen verstärken sich während des ersten Weltkriegs.[46]Vgl. Franziska Schößler, Einführung in die Gender Studies, Berlin 2008, S. 41.

Staatliche Strukturen manifestieren die männliche Kontrolle über die Frau. Dass die Medizin als Teil dieses gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnis zu verstehen ist, zeigt sich auch in der Kontrolle der Ärzte über weibliche Körper. Denn die Auseinandersetzung mit Frauen beschränkt sich auf das „[…] vereinte Doppelfach Gynäkologie und Geburtshilfe“[47]Wegner (2007), S. 429., während in anderen medizinischen Bereichen weiterhin der Mann als Norm gilt.[48]Vgl. Schößler (2008), S. 31. Das spiegelt sich auch in der BKW wider. Zeitgleich findet eine „Medikalisierung des weiblichen Körpers“ statt, die sich in der „[…] zunehmenden Enttabuisierung ihrer Intimsphäre […]“ und der „[…] Pathologisierung ihrer geschlechtsspezifischen Besonderheiten und generativen Funktionen […]“[49]Wegner (2007), S. 430. zeigt.

Durch den ersten Weltkrieg ändert sich die Rolle der Frau nur instrumentell, da sie als Fabrikarbeiterin zur Unterstützung des Kriegs gebraucht wird. Die Veränderungen, die hieraus folgen, zeigen sich erst in den 20er Jahren.[50]Vgl. Ute Daniel, Arbeiterfrauen in der Kriegsgesellschaft. Beruf, Familie und Politik im Ersten Weltkrieg, Göttingen 1989, S. 106f. u. Sabine Hering, Die Eroberung des Patriarchats? Frauenbewegung … Continue reading

Besonders konkret wird die männliche (und staatliche) Kontrolle des weiblichen Körpers bei bevölkerungspolitischen Debatten um Geburtenraten. Je nach Bedarf verschieben sich die Anforderungen an Frauen und entsprechend die Haltung gegenüber Verhütung und Abtreibung bei bestimmten Frauengruppen, aber auch die medizinische Zielsetzung. Hier findet sich potentiell ein Spannungsfeld zweier Ansprüche: Arbeitsfähigkeit und Gebärfähigkeit. Das spiegelt sich auch in dem Umgang mit Menstruation und Menstruationsstörungen wider.[51]Vgl. Hering (1992), S. 32f. Die Quellen zeigen eine Verschiebung innerhalb des Diskurses: In den 1890er und 1900er gefährdet die Dysmenorrhoe den Ablauf von Lohn- und Hausarbeit und während des Ersten Weltkrieges gefährdet die Amenorrhoe die Reproduktionsfähigkeit. Hier zeigte sich auch eine Entwicklung von der Symptomlinderung hin zur Ursachenforschung.

Dass der Umgang mit der Menstruation, insbesondere die Behandlung von Menstruationsstörungen, nicht unabhängig von gesellschaftlichen Faktoren gesehen werden kann, haben die Ausführungen zum „Körper als Maschine“ gezeigt. Dementsprechend schlägt sich das herrschende Geschlechterverhältnis, die damit einhergehenden Normierungen und Erwartungen an Frauen und den weiblichen Körper in dem medizinischen Diskurs über Menstruation nieder.

Referenzen

1 Vgl. W. Lublinski, Zur Erkrankung des Kehlkopfs bei Influenza, in: Berliner Klinische Wochenschrift 38, 17 (1901), S. 455.
2 Vgl. Wilhelm Heerlein, Über die Wirkung der Sanguinapillen bei Clorose und verschiedenartigen Anämien, in: Claus Posner (Hrsg.), Berliner Klinische Wochenschrift. Organ für praktische Ärzte (1890-1921) 34, 18 (1897), S.380-382, S. 382 u. vgl. auch Graphik 3.
3 Vgl. Gudrun Wegner, Bluttabu. Tabuisierung des Lebens. Eine historisch-anthropologische Untersuchung zum Umgang mit dem Weiblichen von den griechischen Mythen bis zum Genzeitalter, Berlin 2001, S. 204.
4 Vgl.  G. Goldschneider, Über eine Methode zur Funktionsprüfung des Pankreas, in: Berliner Klinische Wochenschrift 49, 17 (1912), S. 813.
5 Vgl. Berliner medizinische Gesellschaft, Sitzung vom 11. März 1891, in: Berliner Klinische Wochenschrift 28, 13 (1891), S.338-339, hier S. 338.
6 Vgl. Heinz Breslau, Praktische Notizen, in: Berliner Klinische Wochenschrift 28, 26 (1891), S.663-664, hier S. 663 u. Karl Abel, Hydrastinin bei Uterusblutungen, in: Berliner Klinische Wochenschrift 29, 3 (1892), S.47-48.
7 Gesellschaft für Geburtshilfe und Gynäkologie zu Berlin, Sitzung vom 11. December 1896, in: Berliner Klinische Wochenschrift 34, 9 (1897), S. 192.
8 Vgl. Joseph Landeskirche, Über Vibrunum prunifolium, in: Berliner Klinische Wochenschrift 29, 14 (1892), S.344.
9 Vgl. O. Binz, Üeber die Wirkung von Salicylsäure auf die Gebärmutter, in: Berliner Klinische Wochenschrift 30, 41 (1893), S.985-987, hier S. 985. u. E. G. Orthmann, Salipyrin bei Gebärmutterblutungen, in: Berliner Klinische Wochenschrift 32, 7 (1895), S. 145-147, hier S.145. u. Steben Stifter, Ueber Ptose der Aorta abdominalis, in: Berliner Klinische Wochenschrift 41, 36 (1904), 952-955, hier S. 954.
10 Abel, Ergotinol (Vosswinckel) als Ersatz für Ergotin, in: Berliner Klinische Wochenschrift 34, 8 (1897), S. 161. u. J. Bendersky-KiewIn, Ueber die primäre Mikrogastrie. Klinik des kleinen Magens, in: Berliner Klinische Wochenschrift, 276, 26 (1905), S. 830.
11 Vgl. Staniek Latzel, Ueber Organstörungen bei Tänienträgern, in: Berliner Klinische Wochenschrift 46,  31 (1909), S. 586.
12 Vgl. C. Bachen, Neuere Arzneimittel, Geheimmittel und Spezialitäten, in: Berliner Klinische Wochenschrift 47, 5 (1910), S.223-226, hier S. 224.
13 Eugen Arendt, Die Behandlung der Frauenkrankheiten nach Thure Brandt, in: Berliner Klinische Wochenschrift 27, 1 (1890), S.11-14, hier S. 12.
14 Vgl. M. Jastram, Ueber die Einwirkung von Jod auf die Ovarien in: Berliner Klinische Wochenschrift 58,  80 (1921), S. 567.
15 Eugen Arendt, Über den Werth der gynäkologischen Massage, in: Berliner Klinische Wochenschrift 28, 27 (1891), S. 675-677, hier S. 675.
16 Vgl. ebd.
17 Vgl. Snéguriow, Über Vaporisation, in: Berliner Klinische Wochenschrift 34, 39 (1897), S. 858, hier S.585 u. Pincus, Das Ergebnis der Atmokausis und Zestokausis in der Gynäkologie, mit Demonstrationen, in: Berliner Klinische Wochenschrift 36, 42 (1899), S.926.
18 Vgl. Sellheim, Hugo, Hygiene und Diätetik der Frau, in: W. Stoeckel: Das Gynäkologie-Handbuch, München 1926, S.38 u. Keller, Die Menstruation und ihre Bedeutung für die Curproceduren, in: Berliner Klinische Wochenschrift 34, 14 (1897), S.306.
19 Vgl. Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologien, in: Berliner Klinische Wochenschrift 27, 34 (1890), S.783.
20 Vgl. L. F., Einfluss der Franklinisation auf die Menstruation, in: Berliner Klinische Wochenschrift 33, 11 (1896), S.316.
21 Vgl. Schützling, Die Galvano-thermische Behandlung der Uterusschleimhaut, in: Berliner Klinische Wochenschrift 36, 42 (1899), S. 926-927, hier S.926.
22  Vgl. Manfred Fränkel, Ueber die Einwirkung der Röntgenstrahlen auf die Agglutinine, in: Berliner Klinische Wochenschrift 34, 39 (1913), S. 1299.
23 Stickel, Über Kriegsamenorrhoe, in: Berliner Klinische Wochenschrift 54, 32 (1917), S.785.
24 Vgl. Schweitzer, Kriegsamenorrhoe, in: Berliner Klinische Wochenschrift 54, 25 (1917), S.611.
25 Strassman, in: Berliner Klinische Wochenschrift 55, 13 (1918), S.319
26 Vgl. Fritz Heimann, Die Behandlung der Amenorrhoe, in: Berliner Klinische Wochenschrift 54, 34 (1917), S.822-826, hier S.824.
27 Hilferding, Zur Statistik der Amenorrhoe, in: Berliner Klinische Wochenschrift 54, 37 (1917), S.905.
28 Vgl. Susanne Michl, Im Dienste des Volkskörpers. Deutsche und französische Ärzte im ersten Weltkrieg, Göttingen 2007, S.279.
29 Ebd., S.174.
30 Vgl. Karin Stukenbrock, Der Krieg in der Heimat: „Kriegsamenorrhoe“ im Ersten Weltkrieg, in: Medizinhistorisches Journal 43 (2008), S. 274.9
31 Ebd., S.270.
32 Wegner (2001), S. 242.
33 Vgl. ebd., S.194 u. Wolfgang Wegner, Frauenheilkunde, in: Werner Gerabek u.a. (Hrsg.), Enzyklopädie der Medizingeschichte, Berlin 2007, S.195.
34 Vgl. Wegner (2001), S. 200 u. BKW, 1897/2, S. 633.
35 Vgl. Wegner (2001), S. 196ff.
36 Vgl. Hugo Sellheim u.a., Hygiene und Diätetik der Frau, in: Handbuch der Gynäkologie, München 1926, S. 1 – 354, S.37ff.
37 Wegner (2007), S. 195.
38 Wegner (2001), S. 199.
39 Vgl. M. Stohlberg, Menstruation, in: Gerabek (2007), S. 972.
40 Wegner (2001), S. 214f.
41 Vgl. ebd., S. 248
42 Vgl. ebd., S. 205
43 Vgl. ebd., S. 253.
44 Ebd., S. 246f.
45 Vgl. Kritiken und Referate. Geburtshilfe und Gynäkologie, in: Berliner Klinische Wochenschrift 32, 1 (1895), S.18-20, hier S. 19.
46 Vgl. Franziska Schößler, Einführung in die Gender Studies, Berlin 2008, S. 41.
47 Wegner (2007), S. 429.
48 Vgl. Schößler (2008), S. 31.
49 Wegner (2007), S. 430.
50 Vgl. Ute Daniel, Arbeiterfrauen in der Kriegsgesellschaft. Beruf, Familie und Politik im Ersten Weltkrieg, Göttingen 1989, S. 106f. u. Sabine Hering, Die Eroberung des Patriarchats? Frauenbewegung und Staat zwischen 1914 und 1920, in: Zeitschrift für historische Frauen- und Geschlechterforschung 1 (1992), S. 28f.
51 Vgl. Hering (1992), S. 32f.